Sterbehilfe

Jack Harkness
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Re: Sterbehilfe

Beitragvon Jack Harkness » Sa 15. Nov 2014, 20:28

Ja,nur nützen mehrere Leute nichts,wenn sie sich absprechen bei Reichen,weil alle an das Geld wollen.

schwarze Rose1oo

Re: Sterbehilfe

Beitragvon schwarze Rose1oo » So 16. Nov 2014, 09:11

Das glaub ich nicht. Wo mehrere Leute sind, ist immer jemand der den kranken wirklich liebt oder zumindest mag.
Klar wenn es ein grausamer Mensch ist und nur seine Angehörigen peinigt und quält, der hat auch niemanden der ihn liebt. Und auch wenn eine Verfügung da sein sollte, kann es sehr gut möglich sein, das die Angehörigen es ablehnen darüber zu entscheiden was zu tun ist.
Aber, mal ganz ehrlich, wenn jemand der so grausam zu seinen Mitmenschen ist, würdest du ihm helfen??? Ich könnte es nicht.

Jack Harkness
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Re: Sterbehilfe

Beitragvon Jack Harkness » So 16. Nov 2014, 09:28

Nein,aber glaube mir,es gibt Angehörige denen man allen nicht über den Weg trauen kann...ich würde MEINE Angehörigen Nicht darüber entscheiden lassen wollen...allesamt geldgierig.

schwarze Rose1oo

Re: Sterbehilfe

Beitragvon schwarze Rose1oo » So 16. Nov 2014, 09:42

Offtopic:
Das kenn ich auch. Als mein Vater verunglückte, ist meine Tante hergegangen und hat tatsächlich bei der Bank behauptet das es keine Kinder gibt und sie befugt sei das Konto aufzulösen. Aber zum Glück hatte sie keine Sterbeurkunde sondern ich und mein Bruder hatten die. Als wir dann ein paar Tage später dort waren, war der Kassierer sehr erstaunt darüber das es doch noch Kinder gab. Da hab ich meine Tante erst richtig kennen gelernt. Bis heute ist es noch so das sie das Erbe von Verwandten das uns eigentlich zugesprochen wurde versucht uns weg zu nehmen. Aber sie zieht immer den kürzeren, da ich kämpfe.

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Re: Sterbehilfe

Beitragvon Jack Harkness » So 16. Nov 2014, 09:53

Offtopic:
Das machst Du richtig,wenn ich etwas hasse dann:ERBSCHLEICHER d down ,für solche "Menschen".

schwarze Rose1oo

Re: Sterbehilfe

Beitragvon schwarze Rose1oo » So 16. Nov 2014, 09:56

Jack Harkness hat geschrieben:
Offtopic:
Das machst Du richtig,wenn ich etwas hasse dann:ERBSCHLEICHER d down ,für solche "Menschen".


Offtopic:
Bisher hab ich mich immer wehren müssen. Ich bin das schon gewohnt. Ich hasse solche Menschen auch wie die Pest

Jack Harkness
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Re: Sterbehilfe

Beitragvon Jack Harkness » Mo 17. Nov 2014, 19:52

Eine andere Möglichkeit,den Missbrauch der Sterbehilfe zu verhindern,wäre auch eine nichtverwandte Vertrauenspersohn,die nicht erbberechtigt ist zum Ausführenden für die Sterbehilfe zu bestimmen.Und auf jeden Fall zu Lebzeiten des Patienten ein Testament zu machen,dass alle Rechtsansprüche auf das Erbe regelt.

schwarze Rose1oo

Re: Sterbehilfe

Beitragvon schwarze Rose1oo » Mo 17. Nov 2014, 21:26

Das ist genial... Darauf bin ich noch gar nicht gekommen. Genau . Da kann dann niemand mehr betrügen. Am besten wäre da ein Rechtsanwalt der den verstorbenen vertritt.

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Re: Sterbehilfe

Beitragvon Jack Harkness » Mo 24. Nov 2014, 21:24

Ja und der Rechtsanwalt könnte ja durch ein Sparbuch,dass man zu Lebzeiten schon anlegt finanziert werden.So wie man eine Sterbeversicherung abschliesst,macht man es auch für den Anwalt,der dann die Sterbehilfe regelt.Das erspart den Angehörigen unnötige Kosten und Laufereien,wenn es soweit ist.

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Identitätsbehaupter
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Re: Sterbehilfe

Beitragvon Identitätsbehaupter » Mo 24. Nov 2014, 21:56

Ich denke das ist nicht so einfach.
Spätestens bei dem typischen Fall der liebenden Mutter, deren Kind aufgrund Dritter in einen Fall aktiver Sterbehilfe verwickelt wird, ist der Mob wieder außer sich vor Wut.

Letzten Endes sollte man auch akzeptieren, dass es keine objektiven Handlungsträger gibt. Gedankenspiele zeigen, dass Sterbehilfe, wie auch der Umgang mit nicht ansprechbaren Personen viel komplexer ist und nicht allein mit den gängigen Wertkonventionen beurteilbar. So ließe sich zB ein Fall ausmalen, in dem wir einen durch Unfall Hirntoten haben mit Familie. Die Schwester könnte der Auffassung sein, dass er natürlich sterben will. Die Mutter braucht aber dringend ein Organ, dass er ihr dank Organspender spenden könnte.. etc. pp.

Es läuft doch immer auf die selbe Frage hinaus: Wie viel Wert hat das Leben einer Person oder: Wie viel potentielles Glück kann eine Person noch erfahren (Utilitaristisch gesehen).
Meines Erachtens ist Singers Lösung gut: Zwischen Personen und Nicht-Personen unterscheiden. Personen zeichnen sich durch Reflexion, Bewusstsein des eigenen Ichs, Empathie, Empfindungen und vernunftgeleitetes Denken aus. D.h.: nicht alle Menschen sind Personen (Geistig schwer Behinderte, langfristig nicht ansprechbare, Föten etc.) dafür können aber auch nicht-Menschen einen Personen-Status haben (So hat das Schaf wohl mehr Reflexion als ein Fötus).
Personen obliege dann das allgemeine Personenrecht sich selbst entscheiden zu können und über nicht-Personen zu entscheiden. - Und zwar so, dass das größte Glück der größten Zahl erlangt wird.
Wenn ich also einen hirntoten Bruder habe, sehe ich ein, dass es mehr Glück erzeugt, ihn sterben zu lassen, dafür meiner Mutter nötige Organe spenden zu können. Wenn ich aber ein geldgeiles Arschloch bin, wird das Glück eines möglicherweise wieder rehabilitierten Mitmenschen und der Gesellschaft mehr Glück erzielen, als mein Wunsch ihn unter die Erde zu bringen und sein Geld zu erben.
Das Prinzip ist, dass jede Person als ein Glückssummand zählt- die Handlung wird ausgewählt, die am Ende die meisten Glückserfüllungen erzielt.

Natürlich ist das unausgereift, voller Grenzprobleme und der Sache mit den unmoralischen Glück (was, wenn eine Gruppe Menschen einfach Spaß am Töten hat und damit den größten Glückssummanden zieht?)
Aber es ist schon ein Ansatz.

Letzten Endes ist es aber wohl so, dass wir keine unserer Entscheidungen bis in ihre Ursprünge hinein begründen können. Jede Moral ist letzten Endes ein Zirkelschluss.
"Ich will nicht mehr essen trinken atmen eine Frau lieben einen Mann ein Kind ein Tier. Ich will nicht mehr sterben. Ich will nicht mehr töten.[...]
Ich breche mein versiegeltes Fleisch auf. Ich will in meinen Adern wohnen, im Mark meiner Knochen, im Labyrinth meines Schädels. Ich ziehe mich zurück in meine Eingeweide. Ich nehme Platz in meiner Scheiße, meinem Blut.[...]

[Hamlet] Tritt in die Rüstung, spaltet mit dem Beil die Köpfe von Marx Lenin Mao. Schnee. Eiszeit. "

Heiner Müller - Die Hamletmaschine


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