Polygamie

Jack Harkness
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Re: Polygamie

Beitragvon Jack Harkness » Mo 1. Dez 2014, 20:37

Ja,denn sie bekommen auch von ihren Eltern von klein auf vermittelt,dass es "normal"ist.Wenn man nie etwas anderes kennengelernt hat erscheint es einem richtig.

schwarze Rose1oo

Re: Polygamie

Beitragvon schwarze Rose1oo » Mo 1. Dez 2014, 21:08

Jack Harkness hat geschrieben:Ja,denn sie bekommen auch von ihren Eltern von klein auf vermittelt,dass es "normal"ist.Wenn man nie etwas anderes kennengelernt hat erscheint es einem richtig.


Das meinte ich auch damit. Ich hätte füher auch in eine Wg. gehen können aber ich hab dafür nicht die richtige Einstellung gehabt. Und auch heute noch ist es so. Ich bin halt geprägt. Und das lässt sich nicht einfach auswischen. Und dann ist es auch so das ich nun in meiner Ehe jetzt richtig glücklich bin und würde das auch nie auf die Probe stellen wollen.

Jack Harkness
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Re: Polygamie

Beitragvon Jack Harkness » Mo 1. Dez 2014, 21:41

Nun,wie ich schon sagte,es ist nicht für jedermann etwas,aber es kann das Leben auch wenn man konform damit ist bereichern.Ich war in dieser "Beziehung"glücklich aber ein anderer Partner nicht(Geschlecht spielt hierbei keine Rolle)und es müssen alle glücklich sein.Wenn man so wie ich keine richtige Familie hat sieht man diese Dinge auch vielleicht etwas anders.

schwarze Rose1oo

Re: Polygamie

Beitragvon schwarze Rose1oo » Mo 1. Dez 2014, 21:47

Jack Harkness hat geschrieben:Nun,wie ich schon sagte,es ist nicht für jedermann etwas,aber es kann das Leben auch wenn man konform damit ist bereichern.Ich war in dieser "Beziehung"glücklich aber ein anderer Partner nicht(Geschlecht spielt hierbei keine Rolle)und es müssen alle glücklich sein.Wenn man so wie ich keine richtige Familie hat sieht man diese Dinge auch vielleicht etwas anders.


Ja, Das sehe ich auch so bei dir. Ich hatte auch nie wirklich eine Famlilie und kann mich auch in dich hineinversetzen. Bei mir ist es so das ich immer die Geborgenheit und Liebe gesucht habe. Dabei bin ich sehr oft nur ausgenutzt worden. Statt Geborgenheit hatte ich nur Ausnutzung meiner Gutmütigkeit und statt Liebe hatte ich nur die Befriedigung anderer Kerle. Sorry das ich das jetzt so krass bringe aber anders kann ich es nicht beschreiben. Ich hatte mich total ausgenutz gefühlt bevor ich meinen Mann kennen lernte.

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Re: Polygamie

Beitragvon Jack Harkness » Mo 1. Dez 2014, 21:55

Du brauchst Dich nicht bei mir zu entschuldigen,ehrlich vielleicht hätte ich ja auch eine andere Einstellung zur Polygamie,wenn ich Familie und Geborgenheit kennengelernt hätte.Wir suchen doch Harmonie und Sicherheit in der Beziehung zum Partner,das ist uns angeboren,nur jeder tut es auf seine Art. :)

schwarze Rose1oo

Re: Polygamie

Beitragvon schwarze Rose1oo » Mo 1. Dez 2014, 22:22

Jack Harkness hat geschrieben:Du brauchst Dich nicht bei mir zu entschuldigen,ehrlich vielleicht hätte ich ja auch eine andere Einstellung zur Polygamie,wenn ich Familie und Geborgenheit kennengelernt hätte.Wir suchen doch Harmonie und Sicherheit in der Beziehung zum Partner,das ist uns angeboren,nur jeder tut es auf seine Art. :)


Nein, das war doch keine Entschuldigung. Ich wollte dir nur es von meiner Sicht aus erklären.

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Re: Polygamie

Beitragvon Jack Harkness » Mo 1. Dez 2014, 22:37

Wir bekommen ja auch schon als Kind eingeredet,wie wir eine Beziehung zu führen haben.Wenn die Elter von Generation zu Generation vorleben das ihr Partnerschafts-Modell das einzig Wahre ist,dann wird es für sie später auch zur einzigen Wahrheit.Ehering,Job und Kind so werden sie gross und ihre Kinder und deren Kinder..

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Re: Polygamie

Beitragvon Identitätsbehaupter » Di 2. Dez 2014, 11:53

Das meinte ich mit der Sozialisierung. Nur darf man m.E. daraus keinen sein-sollens-Schluss machen. Also: Nur, weil es so ist, dass ich das anerzogen bekam, muss es nicht richtig sein.
So würde der (übrigens homosexuelle) Michel Foucault die Frage stellen: Wem nutzt eine Ehe?
Denken wir also zurück an die Lebensumstände des Vormittelalters, als die Ehe in Europa auf der Basis der kirchlichen Normen praktiziert wurde. Das war einerseits ein Mittel, um gegen Inzest vorzugehen (gerade in kleinen Gemeinden oder im Adel) und es war selbstredend ein Mittel des männlichen Geschlechts - denn Familien, und damit Gesellschaft, funktionierte nur mit der klaren Rollenaufteilung und der Aufrechterhaltung dieser. Wenn die Frau nun aber auf die Idee kommt nach 5 Jahren zu sagen: Nope, der Eberhart ist 'ne geilere Sau. See ya. - Ja, da war der Kerl ziemlich aufgeschmissen, denn er hatte keinen mehr für die Reproduktionsarbeit. (Umgedreht war das alles was lockerer gehandhabt)
Also musste eine Regelung her, die die Kirche auch noch fleißig unterstützt hat und sogar ihre Schatten bis in die 70er wirft- bis da war es nämlich noch üblich und gültig, dass ein Mann seiner Frau untersagen konnte arbeiten zu gehen.
-> Monogamie ist reine Nutzenmaximierung.

Trotzdem muss ich auch gestehen, dass ich nicht davon loskomme. Es ist m.E. nur wichtig, dass man die Augen offen hält und nicht gleich alle Begebenheiten dieser Art als natürlich oder selbstverständlich erachtet. Das sind sie nämlich allemal nicht.
"Ich will nicht mehr essen trinken atmen eine Frau lieben einen Mann ein Kind ein Tier. Ich will nicht mehr sterben. Ich will nicht mehr töten.[...]
Ich breche mein versiegeltes Fleisch auf. Ich will in meinen Adern wohnen, im Mark meiner Knochen, im Labyrinth meines Schädels. Ich ziehe mich zurück in meine Eingeweide. Ich nehme Platz in meiner Scheiße, meinem Blut.[...]

[Hamlet] Tritt in die Rüstung, spaltet mit dem Beil die Köpfe von Marx Lenin Mao. Schnee. Eiszeit. "

Heiner Müller - Die Hamletmaschine

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Re: Polygamie

Beitragvon Jack Harkness » Di 2. Dez 2014, 12:43

Das sehe ich auch so,diese Rollenaufteilung praktizieren ja heute auch noch einige Fammilien.Aber ein Vorteil hat die heutige Zeit,dass heute der Mann(in unserer Religion)nicht mehr bestimmen kann,ob und wann die Frau arbeiten gehen darf.Für die Frau bedeutet die Arbeit ja auch ein Stück Unabhängigkeit vom Ehemann und auch das Selbstbestimmungsrecht ist hier gewährleistet.Es ist am besten für alle,wenn jeder bei einer so wichtigen Sache wie der Partnerschaft selber entscheidet,was für ihn/sie das richtige ist. ;)


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