Gender Mainstreaming.

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Identitätsbehaupter
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Gender Mainstreaming.

Beitragvon Identitätsbehaupter » Sa 29. Mär 2014, 16:56

Ich denke mal, dass zumendest jeder den Begriff schon mal im Groben gehört hat.
Es geht um die politische Debatte, wie Gleichstellung von Geschlechtern - vor allem in der Wirtschaft umgesetzt werden soll. Das liebste Thema ist dabei natürlich: Frauen in Führungspositionen, Frauenquoten, Vereinbarkeit von Beruf und Familie und Gleichstellungs- bzw. Frauenbeauftragte.

Nun interessiert mich, wie ihr zu dem Thema steht.
Zumindest in der Szene stelle ich immer wieder ein (wenn auch spielerisches) Festhalten an der Geschlechterzugehörigkeit fest. Das wird größtenteils symbolisch über Kleidung dargestellt, aber auch habituell - im Verhalten/Umgang/Sprachnutzung/Körpereinsatz etc.
Nun frage ich mich, ob dieser Zugang zur Geschlechterthematik in der Szene Auswirkungen auf euer Geschlechterbild hat. Welches Rollenbild habt ihr? Das Klassische oder seid ihr modern? Gehören Frauen quotengerecht auf den Arbeitsmarkt/in Führungspositionen? Was bedeutet für euch Geschlechtergerechtigkeit?

Ich bin gespannt! (:
"Ich will nicht mehr essen trinken atmen eine Frau lieben einen Mann ein Kind ein Tier. Ich will nicht mehr sterben. Ich will nicht mehr töten.[...]
Ich breche mein versiegeltes Fleisch auf. Ich will in meinen Adern wohnen, im Mark meiner Knochen, im Labyrinth meines Schädels. Ich ziehe mich zurück in meine Eingeweide. Ich nehme Platz in meiner Scheiße, meinem Blut.[...]

[Hamlet] Tritt in die Rüstung, spaltet mit dem Beil die Köpfe von Marx Lenin Mao. Schnee. Eiszeit. "

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Schneeflocke
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Re: Gender Mainstreaming.

Beitragvon Schneeflocke » Sa 29. Mär 2014, 18:05

Ob meine Meinung dadurch beeinflusst bin, dass ich ne Frau bin? [roll]
Naja, Objektivität gibts eh nicht in Reinform also antworte ich einfach mal aus dem Bauch heraus. *gg*

IB hat geschrieben:Welches Rollenbild habt ihr? Das Klassische oder seid ihr modern? Gehören Frauen quotengerecht auf den Arbeitsmarkt/in Führungspositionen? Was bedeutet für euch Geschlechtergerechtigkeit?

Ich bin gespannt! (:

Modern. Ich bin nicht für Heimchen die nur vorm Herd hocken und dem Mann das Bier vorm Hintern tragen, natürlich gibt es Frauen die sowas voll erfüllt, ebenso wie das Gegenteil. Frau muss sich einfach entscheiden was besser zu ihr passt.
In Führungspositionen gehören meiner Meinung nach nur Menschen die hart sind, die den Stress aushalten, die durchgreifen können und teilweise auch skrupellos sind. Wenn Frau das ist, dann brauch sie keine Frauenquote, sondern nur den Willen um nach ganz oben zu kommen.

Also, ich nehme mir das was ich will, im angemessenen Rahmen natürlich. Oder sagen wir es anders, ich werd mich nicht mit Tippse (auch nicht schlecht, für diesen äußerst unhöflichen Begriff gibts ne Wortkorrektur in dem Ding hier) zufrieden geben, wenn ich den Chefsessel haben kann. Da sind mir Frauenquoten egal. Wobei das meiner Meinung nach nur in Bürojobs und technischen Berufen Sinn macht. Auf dem Bau oder ähnliches nicht wirklich.

Wobei ich finde, dass Frauen immer noch viel zu wenig verdienen, in typischen Männerberufen.
Jede Geschichte verdient es gehört zu werden.
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Moon
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Re: Gender Mainstreaming.

Beitragvon Moon » Mo 31. Mär 2014, 13:01

Welches Rollenbild habt ihr? Das Klassische oder seid ihr modern? Gehören Frauen quotengerecht auf den Arbeitsmarkt/in Führungspositionen? Was bedeutet für euch Geschlechtergerechtigkeit?


Zum ersten. Ich persönlich halte sehr gerne am klassischen fest. Mann geht arbeiten, Frau kümmert sich um den Haushalt etc. Doch an dem würde ich nur festhalten wenn ich denn einen zuverlässigen Mann habe, und der das ganze auch nicht ausnutzt.
Frauen gehören an sich auch an die Führungsspitze, wenn sie denn, wie Flocke schon sagte, denn das Zeug dazu haben. Doch sollte man dann eben mit möglicherweise etwas Negativem gut umgehen könne.
Frau sollte den Beruf nachgehen können den sie mag - sofern sie denn in der Lage dazu ist. So sollte sie auch nicht von ihren männlichen Kollegen schlechter behandelt werden oder weniger Geld bekommen wenn sie denn z.B Dachdecker ist. Manch Frau bekommt das bestimmt besser hin als ein Mann^^
Doch ich denke ein ordentliches Gleichgewicht wird da nie zu Stande kommen.
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Gattina
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Re: Gender Mainstreaming.

Beitragvon Gattina » Di 1. Apr 2014, 17:41

Also mir is das Jacke wie Hose...ich arbeite nur mit Männern zusammen, bin aber trotzdem noch Frau.
Frauen können das genau so gut wie Männer.
Es unterscheidet sich nur in der Art zu denken und zu handeln..Männer und Frauen denken nunmal auf unterschiedliche Art und Weise.

Ich hab gehört das da draussen ne Ellenbogengesellschaft sein soll.
Naja wenn ich mal raus komm, aus meiner kleinen heilen Welt, nehm ich zunehmend wahr das es immer weniger Gentlemen gibt..die Männer drängeln sich z.B. an der Kasse und im Bus vor..., in der Disco sind die so besoffen das die nichmal n Satz hinkriegen und 10 Sek. später die nächste angraben...ja das sind Kleinigkeiten, aber es läppert sich so zusammen.
N Kunde hat mir erzählt das liegt daran das es viele Frauen mit Ellenbogen gibt. ^^
Naja...aber man muss sich schon behaupten unter Männern, weil viele einem nichts zutrauen als Frau..nichmal Frauen trauen Frauen in Männerberufen manchmal was zu...man (Frau) muss sich also gleich doppelt behaupten.
Mit Männern zusammen arbeiten is schon schön...da bleibt einem de Zickenkrieg erspart.


Ich bin für die Gleichberechtigung, zumindest soweit das umsetzbar ist...immerhin können nur Frauen Kinder kriegen..was ja irgendwo n Handicap is.
Ich denke nur, dass das viele zu verbissen sehn.
Meist ergänzen sich Männer und Frauen ganz gut, auch wenn es hin und wieder Kommunikationsschwierigkeiten gibt.

Privat mag ich son bischen das klassische gepaart mit dem modernen.
Mein Partner sollte kein verweichtliches quasi "männliches Weib" sein und z.B. mit anpacken, auch mal Geschirrspüler ein und ausräumen und z.B. Finanziell sollte man auch teilen, das quasi jeder mal den Einkauf zahlt. Ebend ausgeglichen. Man teilt sich die Aufgaben und managt zusammen den Alltag...sollte sich einfach ergänzen. Ab und zu mag ich dann auch einfach typisch Frau sein. ^^

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Distanzobjekt
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Re: Gender Mainstreaming.

Beitragvon Distanzobjekt » Fr 25. Jul 2014, 13:55

Alles eine Frage der Qualifikation und Interesse. Die Interesse jedoch ist beim jeweiligen Geschlecht nicht etwas vom Geschlecht selbst abhängig, so denke ich, sondern durch die Rahmenbedingungen in denen sich Geschlechter aufhalten. Frauen verhalten sich häufig anders als Männer, sowohl als Einzelwesen wie aber auch in der Gruppe. Grund dafür sehe ich in der Reproduktion von Verhaltensrichtlinien die sozial an erdachter Natur zugrunde liegt. Sprich - der Grund warum eine Frau keine Lust auf KFZ Berufe hat ist weil ihr gesagt wird, dass sie keine Lust darauf haben kann denn nur Männer interessieren sich für Autos usw. Aus diesem Grund ist der Beruf dann eine Männerdomain und die Aussage findet ihre Reproduktion in der Handlung als Wechselwirkung. Ich selbst kann daher diesen Frauenbewegungen nichts abgewinnen denn die Frau selbst zwängt sich in eine Rolle und fördert damit die Ablehnung durch den Mann im Beruf weil es wider der Vernunft ist da jemanden auf Biegen und Brechen reinzuprügeln. Die Interesse muss von Haus aus da sein genauso wie die erlernten Fähigkeiten aber, das kann man nicht über das Knie brechen, dass braucht Zeit. Selbst ist es mir gleich welches Geschlecht mein Kollegium hat sofern es weiß was es tut und man sich darauf verlassen kann.
1. Kunst und Schaffenskraft lässt sich genauso leicht kritisieren, wie es für den Kritiker schwer ist besseres zu leisten.
2. Nur wer Toleranz Grenzen setzt, weiß Freiheit zu schätzen.
3. Nur wer Achtung sät wird Achtung ernten.
4. Den Kopf zum denken benutzen ist keine Straftat.

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Jack Harkness
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Re: Gender Mainstreaming.

Beitragvon Jack Harkness » Fr 17. Okt 2014, 07:55

Ich gebe da Distanzobjekt Recht:ich kann"Emanzen" überhaupt nicht leiden,ich bin auch Wbl. aber denkt man darüber nach,dass diese "modernen Frauen" auch anderen das Leben dadurch erschweren.BSp.Ich hatte mal eine Freundin,die bekam Hart4,musste Bewerbungen schreiben und an Massnahmen teilnehmen,eines Tages bekam sie ein Jobangebot von der Arge:Garten-Landschaftsbau wo sie Gräber schaufeln sollte(was sie nicht körperlich konnte)sie lehnte ab,worauf ihr Geld 10 Prozent gekürzt worden ist.Sie ging zum Sachbearbeiter und fragte nach,da sagte der:"ihr Frauen wolltet doch die Gleichberechtigung,dann arbeitet auch so hart wie wir:"Frauen die nicht so hart arbeiten können,leiden also unter den Forderungen dieser " modernen" Frauen.Aber Frauen können trotzdem beruflich viel erreichen durch Kompetenz,Einsatzbereitschaft und Fortbildungen(und die machen auch Spass),und dann gibt es ja noch den Weg der Selbstständigkeit,dafür braucht man keine "Emanze zu sein).


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