Ethik

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Schneeflocke
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Ethik

Beitragvon Schneeflocke » Mi 23. Okt 2013, 20:34

Was ist Ethik und wofür brauch man das eigentlich? Wie empfindet ihr die Aussagen die z.B. im Utilitarismus getroffen werden?
Jede Geschichte verdient es gehört zu werden.
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Gattina
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Re: Ethik

Beitragvon Gattina » Do 24. Okt 2013, 16:55

Du kannst ja Fragen stellen. ^^
Bestimmt lernt man solche Fachwörter wenn man Abitur macht. Wikipedia hats übersetzt. ^^

Wenn man irgendwie zufrieden sein will braucht man das...das Gesellschaftssystem hier funktioniert so.
Man wird ins Kollektiv rein gezogen, früher oder später...muharhar....

Guck dir den Film "Die Matrix" an. ;-)

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Schneeflocke
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Re: Ethik

Beitragvon Schneeflocke » Do 24. Okt 2013, 19:50

Offtopic:
Hab ich, bin ich nur bei eingeschlafen. *gg*
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Identitätsbehaupter
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Re: Ethik

Beitragvon Identitätsbehaupter » Do 7. Nov 2013, 21:11

Vorausgehend eine definitorische Unterscheidung:
Ethik ist ja sozusagen die "Theorie der Moral". Das heißt, es geht dabei eigentlich um die Frage Kants: Was darf ich tun?
Oder anders: Welches Handeln ist als gut zu bewerten.
Moral ist dann die tatsächliche Umsetzung dieser Theorie von einer bestimmten Gesellschaft(oder Gesellschaftsgruppe).

Das heißt, Ethik kann in erster Linie nicht synonym für den Begriff der Moral verwendet werden - auch, wenn das wohl oft geschieht.

Nun: Wofür brauchen wir Ethik?
Diese Frage lässt sich nun leicht beantworten: Ethik wird verwendet, um unser Handeln zu reflektieren und es in ein Kategorienmuster einzuordnen. Spannend und sinnvoll ist das natürlich bei weitreichenden Handlungssträngen und sozialen Handlungszusammenhängen. Bspw. welche Verantwortung der einzelne Mensch in den Industriestaaten für die Armut in der dritten Welt hat und wie er aus dieser Konsequenz heraus handeln muss (was ja auch nicht so einfach ist, wie sich das beispielsweise Peter Singer vorstellt. Schließlich ist es ja nichts Neues, dass bspw. Kleiderspenden einen großen Schaden anrichten, weil sie die heimische Wirtschaft in diesen Ländern zerstören und wir anhand dieser Vorgehensweise eher eine zweitklassige Kolonialisierung dieser Staaten unterstützen.)
Die weiterführende Frage ist also: Was ist moralisch gutes Handeln? .. Das gebe ich mal so in die Runde.

Interessant ist es zu fragen, wofür braucht man Moral?
Meines Erachtens nach ist Moral einfach eines der besten verfestigsten Orientierungsmechanismen unserer Gesellschaft und damit der Inbegriff von sozialer Ordnung.
Brauchen wir eindeutig, weil sonst jegliche soziale Interaktion unmöglich wäre. Ich stelle sogar die gewagte These auf, das selbst das Individuum ohne jegliche Moral zugrunde gehen würde, weil es keine Handlungsorientierungen gäbe, der Alternativenraum ins Unendliche ging und damit jede Entscheidung unmöglich zu bewältigen wäre. (Jaaa, gut, ein Vertreter der Rational-Choice-Theorie würde mir jetzt den Marsch blasen, aber: dann kann man sich auch zunächst darüber streiten, ob Rationalität in erster Linie nicht auch eine Form der Moral ist.)

Aber ohne das näher auszuführen gebe ich die Frage erstmal weiter...
"Ich will nicht mehr essen trinken atmen eine Frau lieben einen Mann ein Kind ein Tier. Ich will nicht mehr sterben. Ich will nicht mehr töten.[...]
Ich breche mein versiegeltes Fleisch auf. Ich will in meinen Adern wohnen, im Mark meiner Knochen, im Labyrinth meines Schädels. Ich ziehe mich zurück in meine Eingeweide. Ich nehme Platz in meiner Scheiße, meinem Blut.[...]

[Hamlet] Tritt in die Rüstung, spaltet mit dem Beil die Köpfe von Marx Lenin Mao. Schnee. Eiszeit. "

Heiner Müller - Die Hamletmaschine

Jack Harkness
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Re: Ethik

Beitragvon Jack Harkness » Do 6. Nov 2014, 08:21

Moral,oder Ethik ist meiner Meinung auch das Hauptmerkmal,dass den Menschen ja vom Tier unterscheiden soll,wir können Mitleid empfinden,besitzen die Fähigkeit der Selbstkritik.Der Mensch hat verschiedene Möglichkeiten diese Eigenschaften zu zeigen,kleine Wohltätigkeiten,Nachbarschaftshilfe u.s.w.Interessant daran ist doch,ist es eine angeborene Eigenschaft Moral zu besitzen,oder eine von der Gesellschaft"anerzogene".Ich meine seit der Kindheit sagen uns ja die Anderen,was richtig oder falsch ist z.b Eltern,Erzieher,Lehrer,aber wie würde der Mensch sich entwickeln,wenn es keiner tut?Würde er "sozial" handeln,wäre er in der Lage zwischen Recht und Unrecht zu unterscheiden?

schwarze Rose1oo

Re: Ethik

Beitragvon schwarze Rose1oo » Do 6. Nov 2014, 12:37

Ethik und Moral finde ich, sind dazu da, damit wir nicht zu Bestien oder wilden Tieren werden. :)

Jack Harkness
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Re: Ethik

Beitragvon Jack Harkness » Do 6. Nov 2014, 14:53

Da stimme ich Dir zu d-up ,nur denke ich,dass auch die Ethik(oder Moral)gewissen zeitlichen Veränderungen unterliegt,zur Erklärung:da wäre z.b.Tugend,was sich noch vor 100Jahren nicht gehörte z.b.(schwul sein )und hinter verschlossenen Türen abspielte,ist heutzutage ganz"normal".was ich damit sagen will,ist das in jedem Jahrhundert Moral anders definiert wurde,und sich das ständig im laufe der Zeit verändert.Da kann man Ethik oder Moral gar nicht entgültig definieren,oder die Zeit dürfte nicht voranschreiten. :)

schwarze Rose1oo

Re: Ethik

Beitragvon schwarze Rose1oo » Do 6. Nov 2014, 19:44

Ja, es ist richtig was du da schreibst. Die Moral (Ethik)in unserer Gesellschaft ändert sich tatsächlich ständig. Man muss nur mal die Kleidermode heute sich anschauen und vor ca. 100 Jahren. Damals war es verpöhnt wenn eine Frau ihre Beine gezeigt hat. Und heute??? Ganz normal. Da gibt es noch viele Beispiele. Du hast es ja gut beschrieben. d-up

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Distanzobjekt
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Re: Ethik

Beitragvon Distanzobjekt » Do 6. Nov 2014, 22:07

Ethik und Moral finde ich, sind dazu da, damit wir nicht zu Bestien oder wilden Tieren werden. :)
Werden genau diese beiden Dinge eines Tages der Untergang aller Menschen sein - werden wir schließlich genau aus diesen Dingen jeden Tag mehr aber die Rohstoffe weniger.
1. Kunst und Schaffenskraft lässt sich genauso leicht kritisieren, wie es für den Kritiker schwer ist besseres zu leisten.
2. Nur wer Toleranz Grenzen setzt, weiß Freiheit zu schätzen.
3. Nur wer Achtung sät wird Achtung ernten.
4. Den Kopf zum denken benutzen ist keine Straftat.

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Jack Harkness
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Re: Ethik

Beitragvon Jack Harkness » Fr 7. Nov 2014, 18:20

Du hast damit leider Recht,die Begleiterscheinung unserer Zivilisation ist ja der Raubbau an der Natur,Grossindustrie,Massentierhaltung,"Verbetonierung"die das Abholzen der Wälder zur Folge hat.Der Mensch meint ja,dass sein heutiges Angebot an Waren in Hülle und Fülle eine Errungenschaft seiner Zivilisierung ist,aber er rottet die Tiere aus(auch indem er ihren Lebensraum zerstört),die Wälder und damit irgendwann auch sich selber.Die Meere werden durch illegale Müllentsorgung,(Firmen wollen ja sparen)verseucht,dreckiges Wasser lässt Krankheiten(z.b.Ebola?)entstehen.Da die Menschlichen Handlungen sich meistens auf Gewinn-Maximierung,und Kostengeringhaltung beziehen,sind sie nicht nachhaltig für unseren Planeten.Stimmt die Tiere gehen nicht so weit,und der Neandertaler hätte nie so grossflächliche Schäden angerichtet.


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