Vampirismus

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Schneeflocke
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Vampirismus

Beitragvon Schneeflocke » Sa 2. Aug 2014, 19:18

Im Prinzip das gleiche wie bei Lycanthropie.

Worin wurzelt der Wunsch ein untotes eiskaltes Wesen, welches Menschen ohne Reue tötet, zu sein?
Ist es der verzweifelte Wunsch nach Individualität, oder einfach das von den Medien verklärte romantische Bild der Blutsauger? Nun gut, wer will denn nicht schön, stark, düster, männlich (weiblich), sexy und geheimnisvoll sein, Menschen töten dürfen, welche einen nerven und das für die Ewigkeit?

Würdet ihr "Vampire" zu der Schwarzen Szene zählen?

Und zuletzt, was kam eher? "Vampire", die die Medien animiert haben zu sagen, dass alle aus der Szene blutsaugen, oder Medien sie sagen, die gesamte Szene saugt Blut und die "Vampire" animiert haben genau dies zu tun?

Ich freue mich auf Antworten. ^^

Ps. Jugendsünden dürfen ruhig zugegeben werden. Ich mach mal den Anfang: Ich wollte auch ein Vampir sein. Woran lags? Medien. ^^
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Re: Vampirismus

Beitragvon Distanzobjekt » Do 21. Aug 2014, 20:19

Der Vampirismus wird in vielerlei Formen interpretiert, die einen sagen es sind Wesen der Fantasie, andere sagen es sei der Wunsch das Tier im Menschen leben zu dürfen, ähnlich wie wenn man sich in andere Wunschwesen flüchtet und wieder andere sagen, als Beispiel der COS, das es den Psychovampir gibt der einen das Seelenheil aussaugt und uns ausbluten lässt weil er mehr fordert als er gibt. Auch Comic Autoren haben sich damit beschäftigt wie etwa South Park Siehe http://www.southpark.de/clips/210819/ . Tatsächlich haben sich in den letzten Jahren Subkulturen gebildet, die mit Gesellschaftskritik nichts mehr zu tun haben, wie etwa Larper die meinen sie seien Elfen oder Orgs die dann zufällig im Wald in eine Kettensäge oder Geländewagen laufen - tragisch. Ich habe Verständnis dafür, das Menschen sich finden oder ausleben wollen aber, auch ich kann nicht abstreiten, dass ich eine gewisse Abneigung gegen RTL und Pro Sieben Plastikschwarz habe, egal wie es sich äußert. Die Menschen sollten sich die Frage stellen, warum sie eigentlich Zuflucht in der Dunkelheit suchen oder dort Trost finden, sie sollten sich die Frage stellen, was sie dahin treibt - Stichwort Psychovampir. Es heißt in der Wirtschaft, dass jeden Tag ein Dummer aufsteht, schade nur das nicht gleich dem Maß jene ewige Ruhe finden.

Meinen Segen haben diese Gestalten sofern sie meinen Horizont nicht kreuzen.
1. Kunst und Schaffenskraft lässt sich genauso leicht kritisieren, wie es für den Kritiker schwer ist besseres zu leisten.
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Re: Vampirismus

Beitragvon Schneeflocke » Do 21. Aug 2014, 22:39

Diss hat geschrieben:Der Vampirismus wird in vielerlei Formen interpretiert, die einen sagen es sind Wesen der Fantasie, andere sagen es sei der Wunsch das Tier im Menschen leben zu dürfen, ähnlich wie wenn man sich in andere Wunschwesen flüchtet und wieder andere sagen, als Beispiel der COS, das es den Psychovampir gibt der einen das Seelenheil aussaugt und uns ausbluten lässt weil er mehr fordert als er gibt.

Das Tier im Menschen leben, hat aber recht wenig damit zu tun, irgendwelche Hirngespinste nachzuahmen. Das würde einer Realitätsflucht nachkommen, was man meiner Meinung nach, wenn man schon das Tier im Menschen freilassen will, nicht tun sollte. Vielmehr sollte man seine tierischen Aspekte bewusst leben können, und sie nicht verschließen, aber das führt meiner Meinung nach jetzt zu weit.

Diss hat geschrieben:Die Menschen sollten sich die Frage stellen, warum sie eigentlich Zuflucht in der Dunkelheit suchen oder dort Trost finden, sie sollten sich die Frage stellen, was sie dahin treibt - Stichwort Psychovampir.

Zuflucht suchen ist das eine, sich als Vampir usw. zu Profilieren eine ganz andere. Wenn man abgesehen vom Wunsch nach Dunkelheit nichts mit der schwarzen Szene zu tun hat, frage ich mich wieso sich diese Menschen Szene schimpfen.

Offtopic:
Wenn jeder Dumme sterben würde der aufsteht, wäre die Welt meiner Meinung nach in zwei Tagen leer. Wer sagt denn, dass wir nicht alle die Dummen sind?
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Re: Vampirismus

Beitragvon Distanzobjekt » Fr 22. Aug 2014, 06:44

Das Tier im Menschen leben, hat aber recht wenig damit zu tun, irgendwelche Hirngespinste nachzuahmen. Das würde einer Realitätsflucht nachkommen, was man meiner Meinung nach, wenn man schon das Tier im Menschen freilassen will, nicht tun sollte. Vielmehr sollte man seine tierischen Aspekte bewusst leben können, und sie nicht verschließen, aber das führt meiner Meinung nach jetzt zu weit.
Was repräsentieren denn Vampire? Tiere in menschlicher Gestalt, ungezügelte Gier und Rausch, das töten eines anderen Menschen, alles was moralisch verworfen ist. Die Moral geißelt den Menschen und er möchte das haben was er nicht hat. Das spiegelt sich in so vielen Dingen wieder, der Vampirismus ist nur eine Form denn der Mensch schafft sich die Form um den Wunsch nachkommen zu dürfen das zu tun, was er nicht tun darf. Natürlich gibt es auch die Idenditätsbehaupter, die meinen es sei das Beste vom Besten, sie seien besonders, sie seien cool, wenn sie diesem Blödsinn frönen aber das kannst Du auf so viele Dinge anwenden. Hipster, Nipster, Nerd, jeder der meint das einzig wahre zu sein und aus der Masse vorzustechen. Auch die Szene bietet da keine Ausnahme nur die Frage mündet dann darin, wie viel ist gesund? Wenn mir einer mit angespitzten Eckzähnen fauchend über den Weg läuft muss ich mir dann schon die Frage stellen was bei dem seiner Erziehung falsch gelaufen ist. Ich meine, ein wunderbares Geschäftsmodel - erst beißt der Freak anderen Leuten die Reifen kaputt um ihnen dann neue zu verkaufen. Sobald der Bezug zur Realität in die Ferne rückt gehören diese Gestalten ausgesondert, sie machen alles kaputt für was die Szene eigentlich einstand und wenn diese es nicht sind, sind es unsere Showläufer auf WGT und Co.

Zuflucht suchen ist das eine, sich als Vampir usw. zu Profilieren eine ganz andere. Wenn man abgesehen vom Wunsch nach Dunkelheit nichts mit der schwarzen Szene zu tun hat, frage ich mich wieso sich diese Menschen Szene schimpfen.
Das Wort, Szene, definiert eine kollektive Rahmenbedingung bei der Schwarz in diesem Fall nur ein Element von vielen ist. Gemessen wird eine Szene meistens an einem Ideal, bei Vampiren bist Du nur dann ein Vampir, wenn Du einen Spitzer in der Tasche hast und deine Eckzähne in gewünschter Anomalie vorstechen, dass heißt, schwarz ist sekundär. Da die schwarze Szene auch mit Okkultismus und Dämonologie zu schaffen hat, ist hier der direkte Übergang von Goth zu alles mögliche.

Wenn jeder Dumme sterben würde der aufsteht, wäre die Welt meiner Meinung nach in zwei Tagen leer. Wer sagt denn, dass wir nicht alle die Dummen sind?
Weil in einem Extremzustand die Menschen mit einem gesunden Verstand überleben würden. Beispiel könnte ich jetzt zuhauf machen, verfehlt jedoch das Thema.
1. Kunst und Schaffenskraft lässt sich genauso leicht kritisieren, wie es für den Kritiker schwer ist besseres zu leisten.
2. Nur wer Toleranz Grenzen setzt, weiß Freiheit zu schätzen.
3. Nur wer Achtung sät wird Achtung ernten.
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Re: Vampirismus

Beitragvon Jack Harkness » Mo 9. Mär 2015, 12:16

@ Schneeflocke
Bezugnehmend auf deinen Beitrag in diesem Thema vom 02.08 2014

Vampyrismus/Vampyre
1.Der Wunsch darin ein gefühlloses reueloses Wesen zu sein,der wurzelt im Besiegen von menschlicher Unvollkommenheiten.Reuelos,bedeutet keine Gewissenskonfklikte,kein Mitleid,keine emotionale Schwäche.

2.Das Bild der Medien,hier gilt es zu unterscheiden denn Vampier und Vampyr sind 2 völlig unterschiedliche Dinge.
Was fällt auf ?Richtig,ich habe in der Überschrift das Wort Vampyr mit y anstatt mit i geschrieben.Warum?
Der Vampier den wir aus Hollywood kennen ist ein reines Phantasie-Konstrukt.Die Realität hat nichts mit der ^^Schönfärber-Romantik^^ ala Dracula und van Helsing zu tun.

3.Vamp"i"(y)re und die Szene:Tatsache ist,daß die ursprüngliche Vampyr-Szene aus der Gothic-Szene heraus entstanden ist.Man findet in der Gothic-Szene gleichermassen Vampyre so wie man in der Vampyrszene auch Anhänger der Gothic-Szene findet.das steht nicht im Wiederspruch zueinander.

4.Die Vampyrszene sieht sich durchaus als eigenständige Bewegung an.Während die Gothics ihre Ansichten und Überzeugungen aber nach aussen hin transportieren und auch gerne mal auffallen,verhält sich das in der Vampyrszene etwas anders.
*Zu der Gothic-Szene*allerdings muss man auch hier Abstufungen treffen zwischen ^^Möchtegern-Gothics^^ und den True-Gothics.
Die Vampyr-Szene verhält sich da weitaus"bedeckter",sie treten selten offen in Erscheinung und bleiben"unter sich".
Es wäre interessant das Thema etwas genauer zu beleuchten.

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Re: Vampirismus

Beitragvon Gattina » Mi 11. Mär 2015, 19:02

Moin,

@Jack
was möchtest du denn beleuchten?

Es gibt auch Bücher von Dr. Mark Benecke, die sollen gut sein, hab sie nicht gelesen. Gibt mittlerweile sogar drei.

http://www.amazon.de/Vampire-unter-uns- ... 3939459240

http://www.amazon.de/Vampire-unter-uns- ... 3939459429

http://www.amazon.de/Vampire-unter-uns- ... ZT99J5AW61

Edit: 11. Mär 2015, 20:50
Hier noch ein Video dazu:
https://www.youtube.com/playlist?list=P ... F7F819F00D

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Re: Vampirismus

Beitragvon Jack Harkness » Mo 23. Mär 2015, 13:27

@ Gattina
Ich werde mir deine Links mal ansehen,bin gespannt was man da so erfahren kann.Wirklich brauchbare Informationen diese Thematik betreffend sind nicht so üppig vorhanden.Wenn ich mir das angesehen habe und es brauchbar finde dann,kann man die Unterhaltung hier gerne weiterführen. ;)

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Re: Vampirismus

Beitragvon Rapunzelchen » Do 17. Sep 2015, 18:29

zu dem Thema fällt mir etwas ein, und zwar X-Faktor - Das Unfaßbare.
In irgendeiner Episode kommt eine Vampyrgeschichte vor, die sich als Wahrheit entpuppte. Gruselig, nech? Wenn ich die besagte Episode finde, gibt es den Link dazu.
Ich halte es für möglich, daß es womöglich in der Zwischenwelt (eine unsichtbare Welt, zwischen unserer sichtbaren Welt und dem eigentlichen Jenseits) echte Vampyre geben könnte.
Früher mußte man selbstbewußt sein, als Frau kurze Haare zu tragen.
Heutzutage muß man selbstbewußt sein, wenn man wieder als Frau lange Haare trägt.
(meine eigene Feststellung)

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Re: Vampirismus

Beitragvon Schneeflocke » Do 17. Sep 2015, 19:45

Es könnte allerdings auch ein Mensch gewesen sein, der ungewöhnlich Spitze Zähne hatte von Geburt an, eine Sonnenallergie (ja, sowas gibt es wirklich), und meinte es wäre das supergeilste ne Blutbank leerzusaufen. Mythologie ist was anderes, aber ich kenne X-Faktor. Die behandeln keine Mythologie.

Wenn ich mich recht entsinne, ist X-Faktor eine Sendung die auf RTL II läuft. RTL ist nur an Zahlen interessiert. Es ist denen egal, was da läuft, und wie die Menschen davor verblöden, und man verblödet vor sowas wirklich, eigene Erfahrung. Die sehen nur die Kohle, und was am meisten bringt sind eben so pseudomystery Serien, Verdachtsfälle und Kim Kardashian, die sich n neues ultraknappes Kleid gekauft hat.

Wenn du dich für Vampire interessierst, es gibt dazu genügend Seiten im Internet, und noch mehr Vampirmythologie, die sich über den gesamten Erdball erstreckt. Und nicht von RTL einen auf Edward Cullen (bäh) gemacht wurde.

http://www.vampir-club.de/lexikon/start.php
Ich gebe zu, ich bin etwas raus aus dem Thema, aber dies hier ist recht akkurat.

Edit: Okay, ich korrigiere mich. Manches ist Quatsch, und manches sollte man kritisch hinterfragen. Aber erfreulicherweise ist das genau der Quatsch, der sich innerhalb dieser "Szene" entwickelt hat. ^^

Zudem würde ich dir die Triologie Kinder des Judas von Narkus Heitz empfehlen. Abgesehen von der Geschichte, die um Jitkas Vampirismus gezogen wurde, ist auch das recht akkurat.

Und, tu mir bitte den Gefallen, und gehe insbesondere bei den Privatsendern, sehr vorsichtig mit irgendwelchen Behauptungen um. Da ist meist sehr viel Geld im Spiel, dass es so ist, wie es ist.
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